ADC Hannover

ADC Hannover

Ich möchte Sie ĂĽber die Möglichkeiten der erweiterten Diagnostik - bei Vorliegen eines erhöhten Augendrucks - eines auffälligen Sehnervs - oder anderen Hinweisen mit dem Verdacht auf ein Glaukom (GrĂĽner Star), im Augen Diagnostik Centrum Hannover informieren.

Auch bei bereits bestehender Erkrankung können hierdurch wichtige Informationen zum Krankheitsverlauf sowie für die Effektivität der bestehenden Therapie gewonnen werden.

Die bisherigen Untersuchungsmöglichkeiten zum Ausschluss eines Glaukoms bestehen aus:

  • dem Sehtest
  • der Messung des Augeninnendruckes
  • der Spiegelung des Sehnervenkopfes (Papille) zur Beurteilung der Nervenfasern und der Einsenkung seiner Oberfläche (Excavation)
  • der Gesichtfelduntersuchung zur Bestimmung des Umgebungssehens.

Pachymetrie

Neuere Forschungen haben nun ergeben, dass die Genauigkeit der Augeninnendruckmessung wesentlich von der Hornhautdicke abhängig ist. Ist die Hornhaut dünner als 0,55mm (durchschnittliche Dicke der Hornhaut), so wird nach heutigen Erkenntnissen ein zu geringer Augeninnendruck gemessen – ist die Hornhaut dicker, ist es ein höherer Druck.

Mit der Pachymetrie (Optisches Coherence Pachymeter – OCP) wird innerhalb von wenigen Minuten berührungsfrei, ohne Schmerzen und ohne vorheriges Tropfen die Hornhautdicke exakt vermessen.

FDT

Ergänzend zur bisherigen Gesichtsfelduntersuchung, die leider erst Ausfälle zeigt, wenn schon Schäden der Nervenfasern aufgetreten sind, ermöglicht die Frequenz-Verdopplungs-Perimetrie (FDT) eine frühere Erkennung von eventuellen Glaukomschäden – auch wenn der Augendruck normal ist. Des weiteren ist diese Untersuchung deutlich weniger belastend als die konventionelle Gesichtsfelduntersuchung, da hier nur wenige Streifenmuster erkannt werden müssen – und von daher ist sie auch für Kinder geeignet. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, kann ohne Augentropfen oder Verdunkelung vorgenommen werden und ist völlig schmerzlos.

HRT

Entscheidend fĂĽr die Frage, ob ĂĽberhaupt ein Glaukom vorliegt und ob die Erkrankung fortschreitet, ist eine möglichst genaue und reproduzierbare Dokumentation des Sehnervkopfes. Bisher erfolgte dies durch Beschreibungen sowie ggf. Fotodokumentation. Mit Hilfe einer Laser-Scanning-Kamera (Heidelberger Retina Tomograph – HRT) kann jetzt der Sehnerv fotografiert und die durchsichtigen Sehnverfasern dreidimensional vermessen werden. Auch diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist vollkommen schmerzfrei und meist ohne Erweiterung der Pupille durch Tropfen möglich. Eine Kontrolluntersuchung ist ggf. nach 6 Monaten bis zu einem Jahr sinnvoll.