Sehschule

Sehschule

Frau Wendt mit KindernWas ist eine Sehschule, was ist Orthoptik? 

In Zusammenarbeit mit Frau Wendt, unserer Orthoptistin, biete ich eine „Sehschule“ an.

Unter dem Begriff „Sehschule“ versteht man eine Einrichtung an Augenkliniken oder in Arztpraxen, in denen Orthoptistinnen in Zusammenarbeit mit Augenärzten Schielerkrankungen und deren Folgen sowie funktionell bedingte Sehschwächen (Amblyopien) bei Kindern und Erwachsenen untersuchen und behandeln.

Dabei trägt die „Sehschule“ heute ihren Namen nur noch bedingt mit Recht, weil durch Früherkennung und neue Therapieverfahren die aufwändige Schulungsbehandlung häufig vermieden werden kann.

Der Beruf der Orthoptistin gehört zur Berufsgruppe der medizinischen Assistenzberufe.

Das Wort Orthoptistin kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus: ortho(s)= gerade und opsis=sehen. Die Orthoptistin beschäftigt sich also mit dem „Geradesehen“: das ist das Ziel ihrer Tätigkeit.

Die Aufgabe einer Orthoptisin umfasst die Vorsorge, die Diagnostik und die Behandlung von Schielerkrankungen, Sehschwäche (Amblyopie) und das Augenzittern (Nystagmus).

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schlieĂźt mit einer staatlichen PrĂĽfung ab.

Frau Wendt beherrscht neben den Aufgaben einer Orthoptistin die Skiaskopie (Brillenbestimmung bei Kleinkindern, die sonst nur von Ärzten durchgeführt wird) und andere wertvolle Untersuchungstechniken. 

Warum Sehschule bzw. Orthoptik?

Jedes Neugeborenen nimmt seine Umgebung nur unscharf und unbewusst wahr.

Die Sehschärfe, das Erkennen von Formen, die Benutzung beider Augen, ihre Koordination und die Verarbeitung der Seheindrücke mit Wahrnehmung der räumlichen Tiefe werden erst nach und nach erlernt.

Angeborene oder im ersten Lebensjahr auftretende Krankheiten (z.B. Schielen) können diesen Entwicklungs-und Lernprozess schwer stören. Wenn das „Sehen lernen“ mit ca. 11 Jahren abgeschlossen ist, können bis zu diesem Zeitpunkt entstandene Sehfehler, meist Schwachsichtigkeit (Amblyopie) und falsches oder unvollständiges beidäugiges Sehen, später nicht mehr korrigiert werden.